G.T.E.V Auerbergler Altenmarkt e.V. gegründet 1938 Chronik der “Auerbergler” Wie in vielen anderen Orten des Alpenvorlandes, wurde auch in Altenmarkt um die Jahrhundertwende ein Trachtenverein gegründet. Im Archiv des Trostberger Wochenblattes kann man nachlesen, dass vom 23. bis 25. Juni 1905 ein Volkstrachtenfest in Altenmarkt abgehalten wurde, zu dem sogar ein Sonderzug von Traunstein eingesetzt wurde. Der frühere Werdegang dieses Vereins konnte allerdings nicht mehr erforscht werden. Die Gründung des heutigen Trachtenvereins wurde bereits 1937 in St. Wolfgang vorbereitet. Am 20. September 1938 wurde der GTEV mit dem Namen “Auerbergler” gegründet.  Der damalige 1. Vorstand war Sepp Eicher. Die erste Fahne kaufte der Verein 1938  vom Altenmarkter Burschenverein, der sich aufgelöst hatte, für 100 RM ab und ließ  diese von der Stickerei Auer in München zu einer Trachtenfahne umarbeiten. Die Fahnenweihe erfolgte 1947, wobei der Trachtenverein Albertaich-Frabertsham die Patenschaft übernommen hatte. Im März 1949 begann mit dem Volksstück “Die Geistervev”, aufgeführt von den Laienschauspielern der “Auerbergler”, die langjährige Theaterspielzeit. Die Aufführungen fanden im Saal des Alztalerhofes statt und wirtschaftlich ging es ab diesem Zeitpunkt für den Verein bergauf. Ab 1963 wurden die “Auerbergler” von Anderl Höfer als 1. Vorstand angeführt. Nach weiteren drei Jahren, also 1967, begann man mit dem Aufbau einer Kinder- und Jugendgruppe. Das erste Sommerfest fand am 2. Juli 1967 mit großem Erfolg statt. Anschließend standen bereits die Vorbereitungen für die Fahnenweihe im Jahr 1968 an. Am 10. und 11. August 1968 war es schließlich so weit: Der Verein konnte seine 2. Fahnenweihe, verbunden mit dem 30. Gründungsfest feiern. Dieses Mal übernahm der Trachtenverein Nußdorf die Patenschaft. Zum Abschluss der Festwoche fand am 18. August 1968 im Festzelt an der Angermühle zum ersten Mal in Altenmarkt ein Gaupreisplattln statt. Am 29./30. Juli 1972 feierte der Nachbarverein “D’Traunviertler” in Traunwalchen sein Gründungsfest mit Fahnenweihe. Diesmal übernahmen die “Auerbergler” die Patenschaft. Kurz vor Weihnachten 1977 wurde mit dem Umbau des kleinen Saales im Alztalerhof zu einem Vereinsheim begonnen. Am 15. September 1978 erfolgte die Einweihung des neuen Trachtenheimes. Von 50 freiwilligen Helfern zwischen 14 und 70 Jahren wurden über 2500 unentgeltliche Arbeitsstunden geleistet. Ein absoluter Höhepunkt des Vereines war das 97. Gaufest im Jahre 1987. Viele Überlegungen und Vorbereitungen wurden angestellt, um ein schönes Fest für Teilnehmer und Zuschauer zu organisieren. Fast sämtliche Vereine aus dem Altenmarkter Gemeindegebiet und sehr viele Bürger unterstützten den Trachtenverein dabei. Am 18./19. Juli 1987 war es dann endlich soweit: Über 8000 Trachtler, 41 Musikkapellen und 12 Festwagen trafen sich in Altenmarkt.Den Festgottesdienst zelebrierte H. H. Pfarrer Josef Stigloher auf dem Festplatz unterhalb der Stiftskirche Baumburg. Von dort zogen 2 Marschblöcke an ca. 15.000 Zuschauern vorbei, wendeten und kehrten in einem Gegenzug zu ihren Zelten zurück. Ein einmaliges Erlebnis für alle Beteiligten, besonders, da das Wetter bis nach dem Festzug hielt. Eine Woche später, am 26. Juli, fand dann als Abschluss der Festwoche das Gaudirndldrahn und Gruppenpreisplattln statt. Bei der Herbstversammlung im Jahre 1993 wurde der 1. Vorstand, Anderl Höfer von Engelbert Auer abgelöst. Noch an diesem Tag wurde Anderl Höfer zum Ehrenvorstand ernannt. Am 20./21. September 2008 feierte der GTEV “Auerbergler” sein 70-jähriges Gründungsfest. Zum Abschluss dieses Jubiläums wurde im Trachtenheim eine Ausstellung über “Unser G’wand im Hoamatland” gezeigt. Im November 2011 übergab Engelbert Auer das Amt des 1. Vorstandes an Franz Reitschuh, der den Verein seitdem weiterführt. Das erste Gebietspreisplattln fand 1971 in Truchtlaching statt, seitdem nehmen die “Auerbergler” daran ununterbrochen teil, genauso wie seit 1976 am Gebietshoagart (das erste Mal in Peterskirchen). Außerdem begehen die “Auerbergler”, sowie alle anderen Ortsvereine, im Zuge der Buchenwaldgedenkfeier (vom Krieger- und Soldatenverein, immer am letzten Juniwochenende) ihren Jahrtag. Diese Festlichkeit beginnt bereits am Samstagabend mit einem Fackelzug und endet jeweils am Sonntag mit einem Gottesdienst und dem Libera am Buchenwaldfriedhof. Beim Preisplatteln und -drahn können sich die Altenmarkter immer wieder über hervorragende Leistungen freuen und sind seit 1979 immer in der Gaugruppe des Gauverbandes 1 vertreten. Auch bei der Gaujugend konnten schon viele erstklassige Ergebnisse erzielt werden. Es is schee, den Brauch, den unsere Vorfahren  überliefert ham an de Junga weiterzugeben.  Drum is unsere Aufgabe, des Brauchtum und de  Verbundenheit zum christlichen Glauben,   zur Hoamat und zur boarischen Sprach zu erhalten.